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(Sch)Nee, oder?!

Das Foto beweist: Die Skisaison 19/20 hat also offiziell begonnen.

Das Bild drückt ziemlich gut aus, wie’s mir so geht. Ungefähr so sieht meine Welt aus: Ich versuche permanent, mir Überblicke zu verschaffen. Die Vogelperspektive hat was Faszinierendes. Sie klärt auf und fordert heraus. Fast schon prophetisch. Es fördert den Weitblick als Leiter.

Viele meiner Freunde und Kollegen haben mehr Kontakt zu den Menschen am Boden. Seelsorger zum Beispiel. Sie helfen mit großem Einsatz und Nächstenliebe gestürzten Skifahrern, während ich nur das Treiben auf und jenseits der Pisten beobachte. Den Lifttechniker, der sich mit großer Kenntnis um die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Anlage kümmert, sehe ich vielleicht gar nicht.

Ich selbst habe natürlich auch regelmäßig Kontakt zu Menschen auf der Piste. Doch wenn ich ihnen erzähle, was ich so von oben sehe, dann höre ich oft: “Aber Marcus! Es liegt doch Schnee! Ganz viel sogar! Schau hier! Der ist so weiß und so kalt wie immer – absolut keine Veränderung. Und das Wetter! Dieses Wetterchen! So warm und sommerlich! Einfach wunderbar!”

Ich gebe ehrlich zu: ziemlich oft verschlägt es mir mit offenem Mund einfach die Sprache.

Meinem Freund Jeremia scheint es im Gegensatz zu mir nie an Worten gefehlt zu haben. Doch innerlich – da bin ich mir sicher – muss sich Jeremia oft ähnlich gefühlt haben…

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